Verbandsgebrauchsprüfung

Nach der HZP und der Brauchbarkeitsprüfung steht die "Meisterprüfung" für Vorstehhunde an. Diese kann entweder noch im selben Jahr nach der HZP oder im Jahr darauf absolviert werden. In der Hoffnung, dass Bob in diesem Jahr Pause reifer und ruhiger wird, habe ich mich dafür entschieden dieses Jahr  in Anspruch zu nehmen. Und somit beginnen wir im Januar 2024 allmählich mit dem Training. 

 

Im Vergleich zu den vorhergehenden Prüfungen ist die VGP keine reine Anlagenprüfung mehr, sondern es kommt der Gehorsam hinzu. Auch der Fuchsapport kommt neu hinzu. 

 

Alle Aufgaben, die bei er VGP anstehen, können Sie gerne in der Prüfungsordnung nachlesen.

 

Wie Bob und ich uns auf die VGP vorbereiten, sehen Sie in den nachfolgenden Videos.

Die Waldarbeit

Übernacht-Schweißfährte

 

  • wurde bei der Brauchbarkeitsprüfung bereits geprüft
  • mindestens 400 m Länge, nicht mehr als 1/4 Liter Schweiß
  • mindestens 14 Stunden Stehzeit der Fährte
  • der Hund darf zweimal neu angesetzt werden
  • am Ende der Fährte liegt ein frisches Stück Schalenwild, welches nicht angeschnitten werden darf

Bringen von Fuchs über Hindernis

 

  • das Hindernis muss 70 bis 80 cm hoch sein
  • der Hund wird mindestens 5 m vom Hindernis entfernt abgelegt
  • der HF legt den Fuchs in das Hindernis und schickt den Hund zum Apport
  • es darf nur ein Befehl gegeben werden
  • der Hund darf nur maximal 3mal angesetzt werden

 

 

Fuchs- und Kaninchenschleppe

 

  • der Fuchs muss mind. 3,5 kg Gewicht haben 
  • Länge der Schleppe 300 m mit zwei stumpfwinkligen Haken
  • die Schleppe ist im Wald zu legen
  • der Hund wird am "Anschuss" angesetzt und geschnallt
  • der Hund darf dreimal angesetzt werden
  • auch die Art des Bringens wird bewertet

 

 

Stöbern

 

  • der Hund soll das ihm zugewiesene Gebiet gründlich durchstöbern und gefundenes Wild laut verfolgen (laut, stumm oder fraglich wird in die Zensurentafel eingetragen)
  • die Stöberarbeit sollte ca. 10 Minuten andauern
  • die Prüfer verteilen sich auf dem Gelände um die Stöberarbeit und das laute Jagen des Hundes zu beurteilen
  • jagd der Hund Wild weit hinterher und kommt auf Pfiff nicht zurück, ist dies als Fehler zu bewerten

Buschieren mit Schussfestigkeit

 

  • der HF muss während des Buschierens mindestens einen Schrotschuss abgeben
  • der Hund soll unter der Flinte stöbern, sich also nicht zu weit vom HF entfernen und muss mithilfe von leisen Kommandos des HF gelenkt werden
  • das Buschieren soll planmäßig und ruhig sein
  • wichtig ist eine gute Verbindung zwischen Hund und HF
  • Vorstehen, Gehorsam an eräugten Wild, Schussruhe und Bringen können hier ebenfalls bewertet werden

 

 

Einarbeitung

  • Glocke an der Halsung signalisiert dem Hund die Aufgabe
  • HF legt in den Ecken des Areals Dummys oder Wild aus, welches der Hund finden kann
  • Hund wird aus dem Sitz heraus mit dem Kommando "Such verloren" losgeschickt
  • Hund findet und apportiert Dummys oder Wild und wird belohnt
  • Hund wird immer wieder mit "Such verloren" losgeschickt

Einarbeitung Fuchsapport Teil I

  • Gewicht der Füchse stetig steigern
  • Schritt 1: Hund sitzt vor HF - Fuchs mit Kommando "Apport" in den Fang geben - Fuchs halten lassen - mit Kommando "Aus" ausgeben lassen - positive Verstärkung
  • Schritt 2: Hund absetzen - Fuchs ca. 5 m vom Hund entfernt ablegen (mit Rücken nach oben) - Hund mit Kommando "Apport" losschicken
  • Entfernung langsam steigern - bei Schwierigkeiten immer wieder einen Schritt zurück gehen

Einarbeitung Fuchsapport Teil II

  • nachdem der Hund den Fuchs im Sitz und auf kurze, sichtige Distanz zuverlässig apportiert, kommt es zum nächsten Schritt - der ersten kurzen Fuchsschleppe
  • hierzu wird der Fuchs nicht sichtig für den Hund ca. 20 bis 30 Meter als Schleppe gezogen
  • Hund wird am Anschuss mit der Ablaufleine - oder wenn das selbstständige Zurücklaufen noch nicht klappt, mit der Schleppleine - angesetzt
  • Hund muss den Fuchs zum HF zurückbringen

TIPP, wenn dein Hund Probleme beim Aufnehmen des Fuchses hat

 

Zu Anfang viel es Bob schwer den Fuchs an der richtigen Stelle selbstständig aufzunehmen und er verweigerte dies förmlich. Beim Legen in den Fang dagegen hatte er keine Probleme den Fuchs zu halten. Somit ging ich beim Hinhalten des Fuchses immer weiter mit meinen Händen Richtung Boden. Irgendwann lagen dann nur noch meine Hände zwischen Fuchs und Boden und Bob nahm den Fuchs prima auf. Nach ein paar Wiederholungen lag der Fuchs schlussendlich komplett am Boden und die Aufnahme war auch dann kein Problem mehr. Vielen Dank an Peter G. für diesen tollen Tipp. :)

Einarbeitung Fuchsapport Teil III

 

  • nun wird die Entfernung gesteigert und der Fuchs wird nicht sichtig für den Hund geschleppt
  • der Hund wird am "Anschuss" geschnallt und mit dem Kommando "Such verloren apport" losgeschickt
  • Wichtig: keine Wiederholung des Kommandos, sonst gibt es Punktabzug

Die Wasserarbeit

Stöbern ohne Ente

 

  • der Hund wird vom HF ins Wasser geschickt und muss selbstständig die Deckung durchstöbern
  • Finderwillen und Wasserfreudigkeit muss gezeigt werden
  • der HF darf den Hund durch Gesten und Zuruf lenken, jedoch mindert zu viel Einwirken das Ergebnis
  • die Stöberarbeit soll maximal 10 Minuten andauern

 

 

Schussfestigkeit bei der Wasserarbeit

 

  • wurde bei der HZP bereits geprüft
  • HF hat den Hund an der Leine und lädt die Flinte
  • Flinte wird einem Richter übergeben
  • Ein Richter wirft die Ente weit ins Wasser
  • HF schickt den Hund zum Apport, dieser nimmt innerhalb einer Minute das Wasser an
  • HF bekommt die Flinte vom Richter und feuert einen Schuss über/neben die Ente ab
  • Hund apportiert die Ente und gibt sie korrekt aus

 

 

Verlorensuche Ente im deckungsreichen Gewässer

 

  • wurde bei der HZP bereits geprüft
  • eine Ente wird nicht sichtig für den Hund an einem etwas weiter entfernten Ufer in die Deckung geworfen
  • Der Hund wird nun zur Suche geschickt und muss ausdauernd suchen, die Ente finden und bringen. 
  • Der Hund hört das Platschen der Ente, weiß also in etwa die Richtung.
  • Der/die HF darf den Hund lenken sollte jedoch nicht ständig auf ihn einwirken.

Die Feldarbeit

Federwildschleppe

 

  • wurde bei der HZP bereits geprüft
  • die Schleppe muss mindestens 200 m lang sein und muss 2 stumpfwinklige Haken aufweisen
  • Hund wird nicht mehr mit der Ablaufleine angesetzt und der HF darf auch nicht mehr hinterhergehen

 

Vorstehen mit Manieren und Nachziehen am Wild

 

  • wurde bei der HZP bereits geprüft, bei der VGP sind die Anforderung allerdings höher
  • der Hund soll festliegendes Wild anzeigen und fest vorstehen, bis der HF ruhig herangekommen ist und zum Schuss kommen kann
  • neben dem Vorstehen sind Manieren (Bewegung und Körperhaltung des Hundes) und das Nachziehen am Wild zu beurteilen
  • ruhiges Nachziehen und schließlich Festmachen von Wild sind zu beurteilen

Feldsuche

 

  • wurde bei der HZP bereits geprüft, bei der VGP sind die Anforderungen allerdings höher
  • der Hund soll Finderwillen und eine planmäßige Suche zeigen
  • die Suche soll flott und ausdauernd sein
  • auch die Lenkbarkeit des Hundes durch den HF ist zu beurteilen
  • der Nasengebrauch ist bei der Suche ein wichtiges Kriterium

Freies Verlorensuchen und Bringen von Federwild

 

  • das Stück Federwild wird vom Prüfer in hohen Bewuchs gelegt
  • der Hund wird 40 bis 50 m vom Federwild, gegen den Wind vom HF geschnallt
  • der Hund soll Finderwillen zeigen, das Stück finden und dem HF bringen

Gehorsam

Folgen frei bei Fuß und Ablegen

 

  • die Hund soll dem HF ohne Leine und ohne lautes Kommando dicht hinter oder neben dem Fuß folgen
  • es muss mindestens 100 m mit Tempowechsel und mehrfachem Stehenbleiben gegangen werden - der Hund muss ebenfalls stehenbleiben
  • Am Ende der Strecke wird der Hund abgelegt und der HF entfernt sich mindestens 30 m und nicht sichtig für den Hund
  • der HF gibt zwei Schrotschüsse im Abstand von 10 Sekunden ab
  • dabei muss der Hund im besten Fall auf der Stelle liegen bleiben, bis er abgeholt wird, er darf nicht winseln, Laut geben oder die Stelle verlassen
  • Aufsetzen ist erlaubt

 

Verhalten auf dem Stand

 

  • wurde bei der Brauchbarkeitsprüfung bereits geprüft, allerdings sind bei der VGP die Anforderungen höher
  • die Hundeführer und ihre angeleinten oder freien Hunde werden als Schützen um eine Dickung gestellt
  • andere Personen gehen durch die Dickung mit üblichem Treiberlärm
  • in der Dickung wird mehrfach geschossen und jeder HF muss ebenfalls mindestens 2mal schießen
  • der Hund muss dabei ruhig bleiben, darf nicht winseln, nicht Laut geben, in die Leine springen oder sich vom HF entfernen
  • angeleinte Hunde können bei dieser Prüfung bestenfalls mit "gut" bewertet werden

Leinenführigkeit

 

  • wurde bei der Brauchbarkeitsprüfung bereits geprüft, allerdings sind bei der VGP die Anforderungen höher
  • der Hund soll an der lockeren Führerleine seinem HF mit mehreren Richtungswechsel mindestens 50 m folgen ohne einzufädeln
  • dies wird in Stangenholz geprüft
  • Bemerkungen der Prüfer in Sachen Leinenführigkeit fließen während der gesamten Prüfung in die Bewertung mit ein

Benehmen vor eräugtem Federwild

  • nachdem ein Stück Federwild abstreicht gibt der HF einen Schrotschuss ab
  • der Hund darf dem Federwild nicht nachprellen und muss beim HF bleiben
  • der HF darf nicht auf seinen Hund einwirken

Benehmen vor eräugtem Haarwild

 

  • während der Hund sichtig einen Hasen hetzt, gibt der HF einen Schuss ab
  • danach soll der Hund durch Pfiff, Ruf oder anderes Einwirken des HF von der Hetze gestoppt werden
  • gehorcht der Hund mehrmals nicht, so ist er von der Prüfung auszuschließen

Schussruhe

 

  • die Schussruhe kann nur dann beurteilt werden, wenn der Hund abstreichendes oder flüchtendes Wild eräugt hat und er dabei Gehorsam gezeigt hat
  • vor jedem Hund sollte wenn möglich (auch durch Prüfer) Wild geschossen werden
  • der Hund soll nach einem Schuss abstreichenden oder flüchtenden Wild nicht nachprellen
  • bei Federwild darf der HF nicht auf den Hund einwirken

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